Lieber hier am behaglich wärmenden, langsam verglostenden Feuerrest die paar Nachtstunden verträumen — unterm gleißenden Sternenhimmel ... in tiefem Sinnen ... in einem glücklichen Traum von Zukunft — Schönheit — Ruhm — Glück — in einem wundersamen Sicheinsfühlen mit dem weiten All ringsum, dem Chor der Schläfer auf der weiten Bergeshalde ... dem Gewimmel der Gestirne droben am Firmament ... mit allem Geschaffenen und seinem Schöpfer —

»Ich bete an die Macht der Liebe ...«

Langhin streckte sich der Soldat auf den harten Stoppelboden, schob Mollys Briefchen in die Brusttasche seines Waffenrocks ... und schaute nun regungslos mit glänzenden Augen zum weißleuchtenden Nebelbogen der Milchstraße empor.


Einsam, ein rüstiger Wanderer, schritt Martin Flamberg in der Morgenfrühe des 22. September talabwärts auf der Chaussee, welche von Leisel über Hettenrodt, Hettstein und Idar nach Oberstein an der Nahe führte ...

Hier würde er den Zug erreichen, der ihn heimwärts führen sollte.

Frühmorgens im Lagerstroh hatte der Feldwebel ihn geweckt: »Verzeihen Herr Leutnant, eine Ordonnanz vom Herrn Major ist da!«

»Soll ans Zelt kommen!«

»Herr Leutnant möchten so bald als möglich zum Herrn Major kommen!«

Sassenbach war just bei der Morgentoilette, als Flamberg ins Stabszelt trat: »Na, Flamberg ... Brummschädel ...?«