liegt auf dem Rücken der Pferde,

in der Gesundheit des Leibes

und am Herzen des Weibes.«

Ha — zwei von diesen Dingen nannte er nun sein eigen — gesund an Leib und Seele — beim Himmel! das war er — und auf dem Rücken des Pferdes saß er nun ja Gott sei Dank auch.

Nun fehlte nur noch das Ruhen am Herzen des Weibes — ja, dazu würde jetzt allerdings allmählich Rat geschafft werden müssen, sonst dürfte Wilhelm Frobenius am Ende doch den Anschluß verfehlen.

Indessen — wenn er so viel erreicht hatte, wenn er zwei Drittel alles Erdenglücks bereits besaß — warum sollte sich nicht auch noch das letzte Drittel erringen lassen?

Wilhelm Frobenius meinte, noch niemals eine solche Stunde leichtsinniger Hoffnungswonne — eine solche Stunde Versinkens im Augenblick durchgekostet zu haben.

Immer höher reckte sich seine eingefallene Brust — immer kecker warf er die Nase empor, ließ er die Blicke zu den Fenstern der nun schon spärlicher den Weg einsäumenden Häuser emporschweifen — und als schließlich aus dem ersten Stockwerk eines einsamen Forsthauses am Waldrande gar ein Mädchen hervorlugte, das er mit seinen, durch die großen, goldgefaßten Brillengläser geschärften Augen für über die Maßen hübsch hielt, da warf er der Schönen im Überschwang der Stimmung eine heimliche Kußhand zu, schielte aber gleich darauf erschrocken zu Hauptmann Goll hinüber.

Doch der hatte zum Glück nichts gemerkt — verschlafen blinzelten seine stechenden Augen zwischen den Pferdeohren hindurch in den Staub der Landstraße — verständnislos für all die Herrlichkeiten der Morgenfrühe — verständnislos für das süße Lebensglück, das wie ein feuriger junger Wein durch die Adern seines Gefährten rieselte.

Viertes Kapitel.