Wie der Blitz waren die Majorstöchter am Fenster, zogen die Rolläden auf und schossen auf den Balkon hinaus — langsamer folgte die schöne Frau —
Aha, der Papa — und hinter ihm der Herr dieses Hauses ... den Säbelknauf auf der Hüfte ... die gleißende Stahlklinge dicht neben dem scharfgeschnittenen Profil ... und dahinter glitzernd und blinkend der Heerwurm ...
Aus seiner Mitte aufragend, hoch zu Roß wie die Herren an der Tête, die unfrohe, nüchterne Gestalt des Hauptmanns Goll ... ganz hinten noch zwei andere berittene Offiziere, jetzt noch nicht erkennbar ...
Die erste Kompagnie, vom stumpfen Graugrün der schilffarbenen Helmbezüge überlagert ... dahinter die zweite, überflirrt von den leuchtenden Reflexen der Helmspitzen ...
Tütt tüttelü tütt tüttütü ...
Rum, plum, plumbidibum ...
so gellte, so schmetterte das die lindenumsäumte Promenade hinab ...
Nun hatte der Major die drei Damen auf dem Balkon erblickt und Leutnant Blowitz auch, sein getreuer Adjutant, der zu seiner Linken ritt ... die rostbraunen Handschuhe flogen an die Mützenschirme — lächelnd nickten die Damen ...
Hauptmann von Brandeis hatte natürlich schon längst die Herrin seines Hauses erspäht ... die gleißende Klinge fuhr in die Luft und senkte sich dann grüßend an der Flanke des Braunen nieder ... mit strahlendem Lächeln winkten die wasserblauen Augen unter der blinkenden Helmschiene herauf ...
Und hinter dem Hauptmann fuhr noch eine andere Klinge in die Luft und senkte sich ... rechts neben dem baumlangen Flügelmann der Königlichen Ersten marschierte ein stattlicher Offizier, den Frau Cäcilie nicht kannte ...