»Na, er wird sich beim Kehren schon wiederfinden!«
»Vielleicht ist er auch in den Froschtümpel geraten,« meinte Nelly.
Die Hausfrau servierte Portwein und Gebäck, und munter plätscherte das Gespräch ... die neue Kommandeuse ... das Fest ... die Verlobungen, die etwa darauf zustande kommen könnten ...
In Frau Cäciliens Herzen aber klang's immer wieder wie eine frohe, verheißungsvolle Heimatweise: Ein Maler ... ein Maler aus Düsseldorf ... und er steht bei Fritzens Kompagnie ... er wird seine Aufwartung machen ...
Daß Fritz ihr davon noch gar nichts erzählt hatte! Aber freilich, als er früh um fünf aufgestanden, hatten die Gatten ja nur wenige Worte gewechselt ...
Auch Nelly war nicht ganz bei der Sache; von Zeit zu Zeit schlug sie, wie spielend, den Deckel des Buches auf, das vor ihr auf dem Tischchen liegen geblieben war ... Sie dachte an den Mann im Froschtümpel, und wie seltsam seine Augen geleuchtet hatten hinter den goldenen Brillengläsern. Daß vielleicht er dies Buch geschrieben hatte, das in zwanzigtausend Exemplaren hinausgeflattert war in die Welt, um dem deutschen Volke zu erzählen von der Herrlichkeit eines Dichters, dessen sie selber sich nur noch dunkel entsann aus ihrer Schulzeit her ...
Ein Klassiker! Sie selber war seit zehn Jahren nur noch in Operetten und Schwänke gegangen ...
Schiller! — Was war ihr Schiller?!
Und über den hatte man ein Buch schreiben können, nach dem zwanzigtausend Hände gelangt hatten!?