»Selbstverständlich! — Nun ja ... ich kann's mir schließlich vorstellen ... Sie kommen aus so ganz andern Kreisen ... Aber ich meine, auch Ihnen müßte das doch imponieren, diese unermüdliche, opferfreudige Kleinarbeit, die hier geleistet wird!«
»Kleinarbeit ... ja wahrhaftig, Kleinarbeit!«
»Aber eine sehr wichtige und nützliche Arbeit! — Flößt Ihnen das denn keinen Respekt ein?«
»Respekt — o ja!«
»Und schließlich — was geht Sie am Ende das Milieu an, in dem Sie leben? — In einer Häuslichkeit wie dieser ... an der Seite eines liebenswürdigen, ritterlichen Gatten, wie der Ihre ist ...«
»O ja!«
Schon wieder dies »O ja!« — Dies »O ja!«, das er so gut kannte! —
Das kam ja immer zuerst, wenn eine verheiratete Frau zu kokettieren begann ... dies korrekt sich stellende, zugleich aber leises Bedauern, heimliche Enttäuschung andeutende »O ja« über den Gatten — —
Äh ... sie waren doch alle gleich ... alle, alle versuchten sie dies ewig gleiche, langweilige Spiel ... dies Spiel, das eben doch nichts weiter war und bleiben sollte, als ein Spiel ... ein Flirt ... eine inhaltlose Sensation!
Ein ernsthaftes Abenteuer — ach, dazu waren sie ja doch fast alle zu feige ... zu satt und zufrieden am Ende in ihrem warmen Nest ... aber sich einen Flirt versagen zu können ... dazu waren sie doch wieder alle zu unausgefüllt ... zu unvornehm ... zu charakterlos ...