Ich danke, es ist vorüber. Ich würde Sie nicht überzeugen, und wenn ich der Prophet Jesaia wäre. Darüber muß ich viele Tage nachdenken, um wieder an Gott zu glauben. Weshalb gibt es Feindschaft auf der Welt!

Der Sohn:

Es riecht nach Heilsarmee.

Der Hauslehrer:

Leben Sie wohl. Sie sind jung. Sie sollen wissen, daß Sie leben. Alles was Sie tun, wird deshalb gut sein: wie könnte es anders geschehn! Jetzt lachen Sie über mich, weil ich von Liebe spreche. Einmal wird es auch über Sie kommen und Sie werden weinen. Dann denken Sie an mich! — Jetzt will ich Ihrem Vater telegraphieren. (Er geht ab.)

Zweite Szene.

Der Sohn

(allein. Er geht zum Fenster und öffnet es. Die Abendsonne scheint):

Dort unten, tief und herrlich ohnegleichen,
Sind Wundernächte, die mich nie erreichen
Im dumpfen Raum, der meine Kindheit sah.
Ihr Bücherschränke und ihr Schülerhefte,
Erhebt euch, süße, zauberische Kräfte
Und du, mein erster Weg nach Golgatha.
Die Sonne sinkt. Riviera meiner Träume,
Im Tenniskleide, wo ich dunkel stand —:
Ich ruf euch her, ihr Wege und ihr Bäume,
Du Sonntagsball in meiner Kinderhand!
O komm, im Schweben eines Nachbarhauses,
Liebliches Mädchen, das ein Gruß entzückt;
Steig auf, Geruch des festlichen Geschmauses,
Hast oft den Einsamen zur Nacht beglückt.
In meinem alten Zimmer will ich knieen —
Mein ganzes Leben stürzt in diesen Saal:
Mein Tisch, mein Stuhl, ihr Wände sollt nicht fliehen —
O Erde, nimm mit mir das Abendmahl!