Der Sohn
(in Tränen):
Ich bin schwach wie das kleinste Opfertier. Und doch. Ich habe die Kraft.
Der Freund
(in tiefer Ergriffenheit):
Auch der Zweifel und die Versuchung sind uns gegeben und das Unendliche, damit wir fort und fort am eignen Willen scheitern, dennoch zum Größten gelangen. Glaub mir, der in alle Wasser getaucht ist, ich muß es zitternd sagen: Wir leben ja, um immer mehr und immer herrlicher zu sein. Und Glück und Qual und Wahnsinn sind nicht vergeblich — so laß uns wirken, Bruder, zwischen den Schatten, daß uns der Tod nicht erreicht vor unserm Ende.
Nur ein kleiner Raum ist noch zwischen uns beiden — schon wölbt sich die Brücke des gemeinsamen Stroms.
Da gehst du nun hin. Und ich nenne deinen Namen mit Ehrfurcht; bald werden viele ihn nennen.
Der Sohn:
Gibt es denn Absolution für das, was ich tue?