Ich weiß mehr, als du ahnst. Doch habe keine Angst! Noch rede ich nicht aus dem Jenseits. Ich hatte eine Offenbarung, hier. Ich glaube, daß alles auf der Welt in tiefer Gemeinschaft steht. Das wußte ich bis heute nicht! Ich bin am Leben geblieben, weil ich wieder froh bin. Wenn Gott mir gnädig ist, werde ich eines Tages auch die Liebe und den Schmerz erfahren. — Wie soll ich das erklären! Von der Matura zum Überirdischen ist ein weiter Weg.
Der Freund:
Ich bin hergelaufen, dich zu sehn. Ich ahnte, du würdest etwas tun.
Der Sohn:
So sind wir uns auf der Strecke des D-Zugs im Abend begegnet.
Der Freund:
Warte einen Augenblick. Laß uns von der Wirklichkeit reden. Mein Herz klopft so. Gestern habe ich von dir geträumt: wir liebten zusammen eine Frau. Ich fühlte, daß wir uns nicht kannten. Wir gingen beide fern über Schneefelder vor einem knabenhaften Horizont. Jetzt, wo ich hier bin, bist du mir so nah!
Der Sohn:
Du trittst in dieses Zimmer zur rechten Zeit. Nicht umsonst hast du zwei Jahre vor mir die unfaßbare Welt gesehn. Eine Stimme rief dich, um mir armem Geschöpf zu helfen. Alles in mir ist heute so hochgespannt, daß die Töne der elektrischen Bahn vor unserm Haus, obwohl ich sie verachte, mich an die Ewigkeit erinnern.
Der Freund: