Kann ich dir helfen?

Der Sohn:

Schon hat für mich das Diesseits begonnen. Hilf mir, die kommende Erde empfangen! Du sahst ein Kind sterben, das mich vom Tode erlöst hat. Aus seinen kleinen Händen ist die Macht des Daseins über mich gefallen, wie ein goldner Regen auf die Saat der Hirten. Nun, wo ich lebe, will ich vieles erfahren, denn ich werde geliebt sein. Früher konnte ich keine Straße sehen, weil am Übermaß des Geschauten mein Gehirn zersprang. Jetzt will ich gerne mit den Metallarbeitern in die Tiefe fahren, um auch dort noch zu empfinden, daß ich ein Mensch bin.

Der Freund:

Du bist trunken vom Dasein, aber du kennst sein Gift nicht. Ich sehe mit tiefem Schrecken, wie verändert du bist. Heute beginnt dein Sterben, wo du zu leben beginnst.

Der Sohn:

Ich glaube an alles, was ich sah. Weshalb willst du an mir zweifeln?

Der Freund:

Das Kind auf den Schienen ist dein Untergang. Du hast die Seligkeit der Welt gekostet an deinem Firmament. Aber ich hasse diese Sterne und die Liebe ekelt an, denn ich habe zu tief ihre Schwäche gespürt. Alles was mich reizte, das hab ich genossen. Das Zuwenig hat mich getötet, nicht das Zuviel. Ich kam zu dir, weil ich glaubte, du seiest noch rein und unberührt. Ich wollte dich warnen, hör auf mich! Ich bin verdorben im Paradiese und nun, wo ich fliehe, bin ich allein. Weshalb hat man mich nicht als Krüppel geboren, dann hätte ich nie eine Frau besessen oder einen Freund, und dann wäre ich nicht hier.

Der Sohn: