Der Sohn:

Kennst du sie nicht? Das ist die dritte Gouvernante. Ich muß jeden Abend mit ihr essen um neun Uhr. Mein Vater will es so.

Der Freund:

Hast du gesehn, wie sie zu uns ins Zimmer trat! Kannst du es ermessen, wenn eine Frau zu dir kommt, wo die Erde doch voll ist von andern! Bist du ein Mensch und fühlst nicht das Ewige ihres Schrittes in der Dämmerung? Du solltest deinen Vater segnen, daß er dich jeden Abend mit ihr leben läßt — jeden Abend, o Mensch! Weißt du denn, wie lange du lebst? Bist du nicht glücklich, daß so viel dir geschieht! Sie ißt von der gleichen Speise wie du und trinkt aus dem gleichen Krug. Welche Harmonie, welch erschütterndes Wort, daß sie schlafen muß wie wir alle und Tee kocht und Zimmer staubt, wo sie doch ein göttliches Wesen ist und auf Inseln wohnt.

Der Sohn:

Was du sagst, habe ich nie gewußt. Wie kann etwas so Schönes lebendig sein?

Der Freund:

Denk an Penelope!

Der Sohn:

Seitdem ich dies Wort auch auf Kabarettnummern las, schwindelt mir nicht mehr im Palaste des Homer.