(mit leiser, guter Stimme):
Sie sind mir niemals fremd gewesen. (Sie nimmt die Lampe.) Gute Nacht! (Sie geht schnell.)
Siebente Szene.
Der Sohn
(allein. Nacht. Augusthimmel):
Da mir unendliche Gestirne scheinen,
Wie bin ich anders jedem Stern geweiht!
Sie schufen mich zu leben und zu weinen.
Ich bin dem Ewigen näher, bin bereit.
Nicht wildem Rausch, noch schmerzlichem Erkennen —
Gib, Stunde, mich der tiefen Wonne hin:
Daß ich im ungeheuersten Verbrennen
Auf dieser Welt erfahre, wer ich bin.
Schon hör ich, wie die Nächte sich erschließen
Dem unbekannten Geist in Glück und Leid;
Mein Leben wird von Segen überfließen —
Wie jedem Menschen, kam auch mir die Zeit.
Denn ein Geschöpf, das liebend sich erneuert,
Wird größer an der Fülle seines Tags;
Von diesem Größten bin ich angefeuert,
Und die Gewißheit ruft mich: nimm und trag's!
Und laß mich sein in tausendfacher Nähe
Daß ich die Wunder meines Lebens schau.
Daß ich in allem werde und vergehe —
Gott ist mir gut. Wie schön ist diese Frau!
Ende des ersten Aktes.