Ich bin ein Mensch, Papa, ein Geschöpf, ich bin nicht eisern, ich bin kein ewig glatter Kieselstein. Könnt ich dich erreichen auf der Erde! Könnt ich näher zu dir! Weshalb diese schmerzliche Feindschaft, dieser in Haß verwundete Blick? Gibt es ein Nest, einen Aufstieg zum Himmel — ich möchte mich an dich ketten — hilf mir! (Er fällt vor ihm nieder und ergreift seine Hand.)

Der Vater

(entzieht sie ihm):

Steh auf und laß diese Mätzchen.

Ich reiche meine Hand nicht einem Menschen, vor dem ich keine Achtung habe.

Der Sohn

(erhebt sich langsam):

Du verachtest mich — das ist dein Recht; dafür leb ich von deinem Gelde. Ich habe zum ersten Male die Grenzen des Sohnes durchbrochen mit dem Sturm meines Herzens. Sollte ich das nicht? Welches Gesetz zwingt mich denn unter dieses Joch? Bist du nicht auch nur ein Mensch, und bin ich nicht deinesgleichen? Ich lag zu deinen Füßen und habe um deinen Segen gerungen, und du hast mich verlassen im höchsten Schmerz. Das ist deine Liebe zu mir. Hier endet mein Gefühl.

Der Vater:

Hast du so wenig Ehrfurcht vor deinem Vater, daß du ihn zum Hehler deiner Schuld machst? Du Landstreicher auf der Straße des Gefühls — was hast du schon Großes getan, daß du von Liebe und von Haß hier redest? Bist du betrunken, was kommst du denn zu mir? Geh in dein Bett. Kein Wort mehr.