Das Höchste! Zerreiße die Fesseln zwischen Vater und Sohn — werde mein Freund. Gib mir dein ganzes Vertrauen, damit du endlich siehst, wer ich bin. Laß mich sein, was du nicht bist. Laß mich genießen, was du nicht genossen hast. Bin ich nicht jünger und mutiger als du? So laß mich leben! Ich will reich und gesegnet sein.

Der Vater

(hohnlachend):

Aus welchem Buch kommt das? Aus welchem Zeitungshirn?

Der Sohn:

Ich bin der Erbe, Papa! Dein Geld ist mein Geld, es ist nicht mehr dein. Du hast es erarbeitet, aber du hast auch gelebt. An dir ist es nun, zu finden, was nach diesem Leben kommt — freue dich deines Geschlechts! Was du hast, gehört mir, ich bin geboren, es einst für mein Dasein zu besitzen. Und ich bin da!

Der Vater:

So. Und was willst du mit — meinem Gelde tun?

Der Sohn:

Ich will in die Ungeheuerlichkeit der Erde eintreten. Wer weiß, wann ich sterben muß. Ich will, ein Gewitter lang, das Erdenkliche meines Lebens in den Fingern halten — dieses Glück werde ich nicht mehr erlangen. Im größten, ja im erhabensten Blitzesschein will ich über die Grenzen schauen, denn erst, wenn ich die Wirklichkeit ganz erschöpft habe, werden mir alle Wunder des Geistes begegnen. So will ich atmen. Ein guter Stern wird mich begleiten. Ich werde an keiner Halbheit zu Grunde gehn.