Cherubim

(ihm entgegen):

Fürst Scheitel — Sie sind es! Sie kommen wie gerufen. Ich mache einen Staatsstreich heute Nacht!

von Tuchmeyer:

Fürst — wir bewundern Ihre Treue. Sie bringen uns das größte Opfer: das gefährlichste für Sie. Wie gelang es Ihnen, dem hohen Souverän, Ihrem Vater, diesen Abend zu entkommen? Wir haben Sie nicht mehr erwartet.

Fürst Scheitel:

Meine Herren! Wozu haben wir den Kintopp? Man lernt auch hier. Ich sah neulich ein Intrigantenstück, die verkappte Geschichte meines Vetters, des Herzogs. Sie wissen, er hatte eine Liaison mit seiner Soubrette, und man hat das für eine Pariser Firma bearbeitet. Ich machte es genau wie er: mischte meinem Adjutanten ein Schlafmittel ins Glas und entwischte hinter einer Gardine. Bemerken Sie, daß Adjutanten immer trinken müssen! Nun, ich fühle mich ganz im Zauber des schlechten Romans; schade, daß kein Weib hier ist. — Doch Sie sprachen von etwas anderm. Bitte fahren Sie fort.

Cherubim

(mit Herzlichkeit):