Man höre nicht auf ihn. Er ist verrückt.

Der Freund:

Herr von Tuchmeyer! Es ist wahr: Sie haben Ihr Erbe dem Gedanken der Freude geopfert — aber wie, wenn dieser Gedanke ein Trugschluß war? Wer beweist Ihnen die Richtigkeit einer Tat? Ihr Geld und Ihre Seele stecken in diesem Klub — was würden Sie sagen, wenn das, wofür Sie leben, nur ein lächerlicher Fall ist? Ja, ihr kindlichen Gemüter: der Beweis fällt nicht schwer, angesichts solcher Helden. Wenn man zu Ende ist mit einer Weisheit, fängt meistens das Gegenteil an. Mit einem Wort, Verehrte, wozu leben Sie noch? Ihr Ziel ist doch erreicht! Man verschwinde also. (Keiner antwortet ihm.) Euer Schweigen redet lauter! Weshalb kamen euch sonst diese Fragen nicht? Worüber habt ihr eigentlich nachgedacht? Verteidigt euch! Ist ein Fehler in meiner Rechnung? Nun, ihr Monumente aus dem Nichts, begebt euch doch in euer Kartenhaus!

Cherubim:

Ich will nur das eine gegen dich sagen, bester Freund: wie schmerzlich wäre es doch, wenn selbst du uns heute abend entrückt wärest — in die Gefilde jenseits dieser lachenden Erde.

Der Freund:

Sagt das etwas gegen mich? Muß man denn leben? Und rechtfertigt es euern Mummenschanz? Ich bin hier, um zu verhindern, daß andre, denen es schlecht geht, eure Fröhlichkeit teilen. Die Freude zu besitzen, tötet. Ich rotte diesen Bazillus aus! Freut euch deshalb nicht über mich. Es ist noch zu früh.

von Tuchmeyer:

Welcher Irrsinn, gegen die Welt zu reden, weil Sie leben! Eine Falle Ihres Geistes, den wir bewundert haben. Sie sind erbärmlich gestrauchelt. Ein Büßer mutet immer komisch an. Gehn Sie ins Kloster; oder liegt Ihnen die Rolle des Clowns besser, treten Sie im amerikanischen Zirkus auf.

Der Freund: