Sein faltiges Gesicht war heftig gerötet, und seine Augen sahen unsicher; sie suchten den Boden in Aufregung und Verwirrung.

»Wo ist ihr Herr Vater?«

»Er ist noch im Hause; er muß jeden Augenblick kommen. Aber was ...?«

»Ich muß ihn sofort sprechen.« Er zog ein blaugeblümtes Taschentuch und wischte sich die Stirn. Dann stieg er rasch die Stufen hinan.

»Es ist doch nichts Schlimmes vorgefallen?« Hilde legte in Angst die Hand auf seinen Arm. »Sagen Sie doch!«

»Nein, nichts Schlechtes.« Er suchte sich frei zu machen. »Aber Ihren Herrn Vater muß ich sprechen!« Er trat eilig ein, im selben Augenblick, als Klaus Tiedemann von der anderen Seite kam:

»Sie hier?« Tiedemann zögerte und blieb betreten stehen.

»Ja,« Sebastian Görnemann schien in großer Verwirrung, »ich bin gleich herausgefahren, Sie müssen es wissen.« Er sah mit halber Wendung nach Hilde, dann sagte er mit plötzlichem Entschluß und hob den Kopf: »Herr Tiedemann, ich muß Sie unter vier Augen sprechen.«

»Kommen Sie,« der Angeredete öffnete die Tür ins Schlafzimmer, dessen Fenster auf die Terrasse gingen, »hier sind wir allein.« Er wendete sich. »Und du, Hilde, richte das Frühstück auch für Herrn Görnemann« — der hob abwehrend die Hand — »wir kommen gleich.«

Er schob dem anderen einen Sessel zurecht: