Ein Schuß fällt aus dem unteren Stockwerk.

»Der Jäger.« Clo Lecart zerrauft sich das Haar; ihre schrillen Schreie erschüttern Vater und Sohn, ihre bebenden Lippen stammeln irre Laute.

Scheiben klirren, Steine fliegen.

»Hilfe!« Clo krallt sich in ihres Vaters Kleider. »Hilf, Vater! Dein ist die Macht, und dein ist die Herrlichkeit, dein Wille geschehe auf Erden, vergib uns unsere Schulden.« Ihre Augen flackern.

Klaus Tiedemann steht regungslos und horcht dem donnernden Toben der Menge, das näher dringt und näher.

»Da!« Mit zitternden Händen preßt ihm sein Kind die Waffe in die Hand. »Ich hab' sie lange getragen, ich war zu feig dazu; rette mich Vater, rette mich! Das Leben ist so schön, und ich bin noch so jung.« Wimmernd kriecht sie auf dem Boden und schlägt sich die Brust. »Zu uns komme dein Reich. Unser täglich Brot gib uns heute.«

Klaus Tiedemann hebt den Kopf. Die Waffe klirrt zu Boden.

Gerhard reißt sie an sich. Wieder steht er regungslos.

Sein Vater hat die Tür geöffnet und ist auf den Balkon getreten.

Tobendes Brüllen und Geschrei empfangen ihn; Steine prasseln.