Fred lenkte ab, ihm mochte die Wendung des Gespräches nicht behagen: »Also, Olthoff, sage mal, du als Kavallerist, ob ‚Franklin’ nicht wirklich Chancen hat? — Papa glaubt's nämlich nicht.«

Wie elektrisiert fuhr der Angesprochene herum. »Ich sage Ihnen, nur der, der ihn schlägt, gewinnt das Rennen.«

»Na also,« lachte Fred Tiedemann wegwerfend.

»Mich soll es freuen, wenn du mit deinen Rennfarben gleich von Anfang an Glück hast,« sprach bedächtig Klaus Tiedemann.

»Uebrigens, Papa: wir haben außerdem einen anderen famosen Gaul in Aussicht!«

»Du willst schon wieder ein Pferd kaufen?« Des alten Tiedemanns Stimme erhielt etwas Kleinlich-nörgelndes. »Du mußt ja schon ein Dutzend beisammen haben?«

»Sogar mehr!«

Olthoff mischte sich ins Gespräch: »Ihr Herr Sohn fängt die Sache mit Geschick an: man würde gar nicht glauben, daß er der erste ist, der in der Familie diese Passion hat.«

»Ich habe nie besonders dafür geschwärmt,« beeilte sich der Alte zu sagen und faltete nervös die Hände zusammen, »doch ihr Jungen seid uns ja heute in allem über.«

»Du hattest keine Zeit dazu!« Hildes Stimme klang heiser und kampfbereit: glaubte Papa wirklich, daß seine Söhne höher stünden? Fred winkte ihr mißbilligend ab: »Warum hätte Papa keine Zeit haben sollen?« sagte er. »Wir Kinder haben ihn nicht gehindert: und das Geschäft läuft von selbst weiter.«