Aber er war zu befangen! Woher auch in der Geschwindigkeit eine Rede nehmen? Er war keiner von denen, die für das, was sie empfanden, gleich die richtigen Worte fanden.
Das sagte er Fred.
Doch der lachte: »Sei nicht so schwerfällig — so ein paar leere Worte sind doch bald beisammen.«
»Meinst du?«
Ueber den alten Mann kam ein leises Zittern der Freude; es würde ihn doch eigentlich freuen, wenn er den Minister begrüßen könnte. Unverwischbar waren die Vorurteile des niederen Standes, in dem er geboren. »Du könntest mir eigentlich ein paar Worte aufsetzen,« sagte er gepreßt zu Fred und sah angelegentlich auf seine Fingernägel, die breit und gewölbt waren. »Ja?«
»Ich?« Fred Tiedemann fuhr ärgerlich auf, »was fällt dir denn ein? Ich kann doch nicht stumm daneben stehen, wenn du meine Worte redest!«
Klaus Tiedemann hing den Kopf.
»Fred! Den Gefallen mußt du Papa tun!« sagte Hilde.
»Was weißt denn du! Wenn Papa spricht, soll er sich die Sätze auch selbst zusammenstellen.«
»Du bist häßlich.«