Klaus Tiedemann wirft die Anweisungen und Schecks durcheinander mit bebenden Fingern; er hält inne und tritt zum Tisch, er schlägt eine Seite des Buches auf, dann sagt er: »Rechnen Sie hier noch einmal nach!«
Görnemann gehorcht, trotzdem er es schon ein halbes dutzendmal getan hat und weiß, daß hier kein Fehler sein kann; mit langem Bleistift folgt er den einzelnen Posten. Einen scheuen Blick wirft Klaus Tiedemann auf den Arbeitenden und macht einen lautlosen Schritt zur Kasse.
Er reißt das Kuvert an sich, das er vorhin hat liegen sehen; es trägt Freds Schrift.
Er verbirgt das Schreiben über dem klopfenden Herzen.
Görnemann hat nichts gefunden. —
Noch ein paar Worte wechseln sie; es ist draußen leer geworden. Es ist Feierabend.
Gerhard kommt herein: »Es wird sich alles aufklären,« sagt er in seiner ruhigen Art.
Görnemann läuft verzweifelt von einem Regal zum anderen. Planlos schlägt er Skonti auf und wieder zu.
»Lassen Sie's, Görnemann,« sagt Gerhard, »so kommen Sie nicht darauf. Unsere Aufzeichnungen sind richtig.« Sein Blick geht zu seinem Vater hinüber. »Wo ist Fred?«
»Er muß bald kommen.« Klaus Tiedemann verträgt seines Sohnes Blick nicht.