Er läßt sich auf den Sessel fallen; seine Augen stieren durch das Dunkel. Ihm kommen schwere Gedanken.

Wenn Fred recht hätte? Wenn es die erste Pflicht des Menschen wäre, nur sich zuliebe zu leben? Vielleicht ist seines Sohnes Art die richtige?

Sorgenlos ging dann die Zeit an einem vorbei. Aber das war nur möglich, wenn andere nicht so dachten? Das konnte das Rechte nicht sein. Doch alles ist in der Welt; sie schreitet fort nach oben — in harter Selbstsucht.

Warum sollte das Leben nicht doch darin bestehen?

Er hatte anders gedacht und war unglücklich gewesen. In froher Laune floß das Leben Freds.

Aus tiefer Qual stöhnt er auf. Zu spät kommt ihm die Erkenntnis: er hat seine Zeit verlebt.

Ein Zittern befällt ihn, eine furchtbare Angst vor dem Ungewissen, Ungenützten, vor dem Zuspät!

Totenstille ist um ihn.

Dann hätten die recht, die von selber gingen?

Dann wäre es Pflicht, das Kind zu tilgen, ehe es geboren?