Fred wurde ungeduldig:

»Man hat jetzt anderen Schnitt und einen Vorstoß an der Weste. Ich habe mich gestern im Industriehaus geschämt, wie dein Gilet saß. Du kannst als Hausherr nicht so aussehen! Ich versteh' dich wirklich nicht, Papa, wie du in derart primitiven Anstandssachen anders denken kannst.« Wieder sah er auf die Uhr: »Ich werde dir morgen die neuen Muster schicken lassen.«

Der alte Mann fuhr sich müde über die Augen.

»Dann soll sich Leo aber auch etwas bestellen«, sagte er.

Der sah mit flinkem Blick auf: »Ich brauche schon lange wieder einen Tennisanzug, Pa.«

Fred Tiedemann knöpfte eilig den Rock zu:

»Gute Nacht! Ich gehe. Bald hätte ich vergessen. Ich habe morgen vormittag keine Zeit fürs Geschäft, muß zur Wolny usw. Bitte, Papa, gehe morgen 'mal wieder hinunter. Es werden Berichte von drüben gekommen sein, und auch Lecart hat bei uns zu tun. Sei so gut und besprich dich mit Görnemann; aber den Gerhard laß aus dem Spiele, den geht die Sache nichts an.« Fred schritt zur Tür. »Olthoff läßt sich dir empfehlen, Hilde, er behauptet, noch nie ein so hübsches Mädchen als dich gesehen zu haben, aber du seiest herb.« Er lachte. »Ist schon 'was Wahres dran; na, das gibt sich! Addio.«

Klaus Tiedemann erhob sich, er hielt die Lider geschlossen, als schmerzten sie ihn.

»Gehen wir schlafen!« sagte er.