Ueber den Spieltischen des Klubs hing dichter Rauch.
Fred Tiedemann hörte mit halbem Ohr seinem Schwager zu, der eindringlich in ihn hineinredete. Seine Augen wanderten die Reihen der Sitzenden entlang, ob er nicht einen Bekannten darunter fände, der ihm Grund gab, sich der Umklammerung Lecarts zu entziehen.
Er hatte nicht Lust, jetzt von Geschäften zu sprechen; doch dem anderen galt das heute alles: »Wenn ich meine Geschäftsinteressen euch gebe und dafür schweres Geld zahle, so könnt ihr mir doch entgegenkommen!« Lecart strich aufgeregt seinen pechschwarzen Henry quatre und sah hochmütig nachdenkend vor sich nieder. »Das Bankhaus Tiedemann«, fuhr er mit heiserer Stimme fort, »wird wohl nicht auf den Verdienst mit seinen Verwandten angewiesen sein, und jetzt ist der richtigste Moment, in dem ich mich rangieren und schweres Geld dabei verdienen kann.«
»Wenn man das sicher wüßte!«
»Erlaube,« Lecart machte eine hastige Bewegung, »ich hoffe, für das Reelle der Unternehmung bürgt mein Name!«
»Natürlich, selbstverständlich; aber es handelt sich um große Summen, da habe ich die Verpflichtung, vorsichtig ans Werk zu gehen!« Fred kam sich unendlich wichtig vor, als er so sprach, trotzdem er gerade mit seinen Gedanken bei Frau Maja Wolny war und sich die Worte überlegte, mit welchen er sie morgen einladen wollte.
»Das ist mir klar. Aber die Hausse in Spiritus hält noch längere Zeit an!«
»Ist das sicher?«
Lecart erwiderte mit lebhaften Worten: