»Für Angehörige von Säufern und für die Erziehung ihrer Kinder.«
»Da wird Ihr Herr Schwager eifrig beisteuern müssen.«
»Wieso?«
»Jetzt, wo die Spiritus- und Schnapsbrennereien ihm gehören, ist er ja einer, der am meisten mit solchen Leuten zu tun hat.«
Sie lächelte gezwungen: »Ach so ...«
Fred kam auf sie zu und sagte befehlend: »Olthoff führt dich zu Tisch; neben dir ist Fürst Solt mit Clo.«
Sie nickte gehorsam und stand auf. Sie legte ihren Arm in den Olthoffs ...
In scharf überlegter und abgezirkelter Tischordnung saßen sie:
Ganz unten Gerhard und Hansen; auch der alte Behrens hatte es verstanden, sich dahin zu schmuggeln; da aß man ungenierter! Seine Frau und Tochter sollten ruhig oben bleiben. Heinz Behrens erwog in seinem geschäftigen Sinn eine endgültige Versöhnung der Häuser Behrens und Tiedemann, durch Heirat ihrer Kinder. Leo war seiner Tochter Tischherr. Dann konnte man die überseeische Filiale auflassen, die nur Geld kostete, die, der Tiedemanns wegen, einstweilen notwendig war ...
Frauenrecht und Kinderschutz waren das Gesprächsthema. Frau Baronin Wolny hob ihr Glas Liebfrauenmilch und lächelte Fred Tiedemann zu: »Mein treuer Adjutant.« Dann fragte sie nach links, seinen Vater, der sofort mit dem Essen innehielt: »Sagen Sie, wird nicht stark übertrieben, wenn man immer von der traurigen Lage der Arbeiterschaft spricht?«