Er sprach auf die Präsidentin und auf das Gelingen des Festes und fand den üblichen Beifall des Gastgebers. »Ein reizender Mensch, Ihr Herr Sohn«, hatte Baronin Wolny zu Klaus Tiedemann gesagt; der nickte vor sich hin. Er konnte das Lächeln des Vaterstolzes nicht verbergen. In solchen Momenten vergaß er alles, aus Freude darüber, daß seinem Sohne gelang, was er Zeit seines Lebens nicht erreicht hatte — das Wohlgefallen der Gesellschaft.
Nach dem »Crème à la Glace« warf Olthoff, der bereits sämtliche Manövergeschichten erschöpft hatte, abermals die Frage auf, was die Gruppe darstellen sollte. Er dachte an Mondkavallerie in exotischem Kostüm, die Frau Luna umschwärmt. Hilde sollte Frau Luna sein!
»Recht verrückte Adjustierung, Löffel und Gabel in Riesendimensionen als Waffen — Hände und Gesicht dunkel gefärbt; das wird ein Hauptspaß.« Er lachte. »Doch die Damen werden mit dem Färben, des Teints wegen, nicht einverstanden sein?«
»Das ist mir gleich, wenn es die anderen tun, mache ich es auch.«
»Sehr liebenswürdig, wenn nur alle Damen so uneigennützig sind.«
Fürst Solt mischte sich ins Gespräch: »Da wüßte ich ein Mittel, das großartig wirkt.« Er legte den Handrücken nachdenklich an die Stirn. »Nun ist mir der Name entfallen. Ich habe seinerzeit in Indien gesehen, wie sich die Eingeborenen bei ihren Festen damit färben.« Wieder hielt er inne. »Daß ich aber auch den Namen vergessen habe! Es war die Frucht einer Akazienart, glaube ich.«
»Es wird Bablah gewesen sein.«
»Ganz richtig, gewiß.« Fürst Solt neigte dankend den Kopf nach dem Tischende. Er schien sich mit Freuden früherer Zeiten zu erinnern. »Sehr richtig, ich meinte Bablah; aber woher kennen Sie den Namen, wenn ich fragen darf?«
Gerhard Tiedemann gab kurz die Antwort: »Ich war einige Jahre im Lande.«
»Das trifft sich herrlich.« Der sonst so schweigsame Fürst wurde lebhaft. »Da müssen wir darüber sprechen, alte Erinnerungen auffrischen; da bitte ich dann um eine Plauderviertelstunde.«