Er sah sich um: mit unsicherem Schritt kam Roller auf sie zu; er trug auf einer Tablette mehrere gefüllte Kognakgläser.

»Gefällig?«

»Danke.«

»Ich danke«, sagte auch Hilde.

»Bleibt mir mehr!«

Er goß hintereinander den Inhalt mehrerer Gläser hinunter, mit stieren Augen klopfte er wohlwollend Hansen auf die Schulter; er fühlte sich dem Karikaturenzeichner weit überlegen: »Junger Mann, Sie haben kein Ideal, suchen Sie sich eines, ein Künstler muß ein Ideal haben ...«

»... Und wenig saufen«, es war Hansens unverschämtester Blick, der dem verblüfften Modemaler ins Gesicht lächelte, »sonst wird die Hand unsicher ...«

»... Na Kinders, wie geht's,« Heinz Behrens klopfte sein Töchterchen derb auf die Wange, »macht der junge Herr seine Sache gut?«

Leo Tiedemann war wütend: daß nette Mädchen stets solche Väter haben mußten! Er hustete und sah mißvergnügt gegen das Klavier, wo Lecart eben Frau Brunn-Bennigsen auf den vollen Arm küßte. Klaus Tiedemann saß müde in einer Ecke und lächelte verbindlich, wenn er angesprochen wurde.

Er war schläfrig und sehnte sich nach Ruhe.