Jan Wolny strich an der Nische vorüber, in der sich seine Mutter mit Fred Tiedemann unterhielt:

Er kannte das hungrige Lachen, er hatte es schon einmal gehört, kurz bevor sein Vater in den Tod gegangen war.

Die nächsten Tage eilten vorüber. Fred Tiedemann hatte eine Unmasse zu tun. Wenn die Wohltätigkeitsveranstaltung gelingen sollte, benötigte sie viel Arbeit. Drei Herren im Bureau hatten die beiden letzten Wochen nur für sie zu arbeiten, zum unaussprechlichen Aerger des alten Görnemann. Gerhard zuckte die Achseln und dachte der Worte, die Fürst Solt zu ihm gesprochen hatte:

»Ich glaube, unseren meisten reichen Kaufherrensöhnen fehlt die Erfahrung harter Arbeit. Darum sind sie nur Nutznießer des väterlichen Erbes. Sie gehen in unseren Kreisen auf. Statt in die Welt hinauszuziehen und sich dort ihre eigene Erfahrung zu sammeln ...«

Klaus Tiedemann war schwer verstimmt. Er saß Stunden allein zu Hause und grübelte vor sich hin.

Er hatte Angst um Leo.

Fast täglich kam der Arzt.

Hilde war nach der Gesellschaft, die bis in den frühen Morgen gedauert hatte, hinübergegangen in das Zimmer ihres jüngeren Bruders um ihm, wie es ihre Art war, neue Wäsche für Sonntag herzurichten.