Klaus Tiedemann dachte an ihn. Er lachte in Gedanken: wie warm die kleine Behrens sich um ihn erkundigt hatte, und die Enttäuschung, als sie hörte, daß er überhaupt nicht kam! In dem alten Manne war ein eigentümliches Gefühl gewesen, als er so sein jüngstes Kind auch schon vollwertig eingetreten fand in die Arena der menschlichen Instinkte. Es freute als Vater und kränkte als Mann.
Als Hilde Tiedemann von Hansens Bude zu ihrer Schwester herübereilen wollte, stand plötzlich Olthoff vor ihr.
Er schien auf sie gewartet zu haben.
Sie gingen zusammen der Fontäne zu, die in tausend Farben schillerte, — es war mit der Zeit leer um sie geworden.
In Hildes Seele war noch der Widerschein des anderen.
Ihre Stimme klang freier als sonst, und ihre Augen sahen lebhafter.
Das dünkte Olthoff ein gutes Zeichen.
Leise zog er ihren Arm fester an sich.
Sie widerstrebte; er sah sie an:
»Jetzt sagen sie, Fräulein Hilde, ist das Leben nicht schön?«