»O ja,« lächelte sie.

»Vor wenigen Wochen haben wir uns noch gar nicht gekannt — und nun ...«, er beugte sich herab und sah ihr tief in die Augen.

Sie suchte den Arm zu lösen:

»Mir ist schwül, ich möchte hinaus ins Freie,« stammelte sie und blickte sich suchend um. Doch sie sah nur Lecart, der mit einer Bretteldiva plänkelte. Er fragte eben, wie teuer ein Kuß sei zu so vorgerückter Stunde, und aus Barmherzigkeit für die Armen, so konnte er Hildes Blicke nicht sehen!

Die laue Nachtluft strich herein und kühlte ihre heißen Schläfen.

Olthoff preßte die Lippen zusammen.

Sein ganzes Leben war ein Kampf gewesen, um sich über Wasser zu halten. Er hatte stets nur verschämte Armut und diesen verwischenden Hochmut sein eigen genannt.

Nun winkte ihm Rettung, er fand die Gedanken seiner Erziehung: In diesem Bürgerhause war alles, was er ersehnte — Geld.

Alles andere würde sich schon finden.

An Liebe glaubte er nicht; er hatte sie selbst von klein auf vergebens gesucht. Hilde wich seinen Blicken aus. Leise sagte er: