Klaus Tiedemann hörte mit halben Ohren.
Gestern hätte er noch die Antwort gewußt, jetzt schwieg er.
»... Fred ist kein Kaufmann und schämt sich seines Berufes. Er tut mehr für seine teuren Verwandten als für die Firma; er stärkt das ökonomisch, was er bekämpfen sollte ...«
Gerhard schwieg und sah auf seinen Vater, der totenblaß geworden war:
Drunten fuhr ein Wagen vor. Er stürzte zum Fenster. »Sie bringen ihn«, keuchte er. Er wankte zur Tür.
Gerhard warf den Kopf zurück; er sah durchs Fenster:
Von einer Schar Neugieriger umgeben, stand unten ein Rettungswagen.
Sie hatten Leo auf sein Zimmer gebracht. Er war bei Bewußtsein.
Klaus Tiedemann reichte dem Ambulanzarzt, der von der Hilfsstation mitgekommen war, die Hand.
»Ich danke Ihnen!« Scheu senkte er den Blick, unsicher mit sich selbst, ob er nicht unrecht gehandelt, daß er ihm nichts anderes als seinen Dank geboten. Er war ja gewöhnt, jeden Schritt, der für ihn geschah, zu bezahlen!