Den Wurzeln aus,

Zum Garten trug ich’s

Am hübschen Haus.

Und pflanzt es wieder

Am stillen Ort,

Nun zweigt es immer

Und blüht so fort.

Er nahm Christiane mit ihrer Tante und Schwester in sein Haus und behielt das Verhältnis Jahr für Jahr bei. Auf die Entrüstung alter Freunde und Feinde antwortete er im stillen mit dem Tasso-Worte: „Viel lieber, was ihr euch unsittlich nennt, als was ich mir unedel nennen müßte!“ Schiller verstand ihn; „diese seine einzige Blöße, die Niemand verletzt als ihn selbst, hängt mit einem sehr edeln Teil seines Charakters zusammen“ schrieb er an die Gräfin Schimmelmann. Goethe brachte für dies häusliche Verhältnis manches Opfer; er ward oft in peinlicher Weise daran erinnert, daß seine Nächste, die Mutter seiner Kinder, von seiner übrigen Gesellschaft nicht als Seines- und Ihresgleichen angenommen werden konnte; trotzdem, meinte er, Christiane passe besser als tausend vornehme, anspruchsvolle Damen zu ihm.

Ich wünsche mir eine hübsche Frau,

Die nicht Alles nähme gar zu genau,