In dieser Definition ist noch kein Werturteil enthalten, was besser sei: diese sozialen Erlebnisse in ihrer Ganzheit oder der Rest des tausendfältig Subjektiven, der daneben schwimmt, ohne aufgelöst zu werden, all der individuellen Erlebnisse, die jeder zunächst für sich hat ohne Parallelen bei andern.

Höchstens konnte man sagen: die Wirklichkeit wurde jedenfalls etwas zweiten Grades, — eben als Auslese.

Jetzt aber wird der Spieß umgekehrt.

Die Frage taucht auf, ob das Subjektive nicht bloß ein wertloser Rest, etwas Überzähliges ohne Sinn sei?

Die Wirklichkeit allein das echte Erlebnis, das erlebenswerte!

Das Subjektive dagegen, das mit ihr nicht zusammenfällt, bloß ein gleichgültiges Schaumgekräusel — Schnitzelwerk des Erlebens, das nebenherlaufend nicht immer zu vermeiden ist, aber jedenfalls eine Luxusproduktion darstellt!

Ja, war es bloß die?

Der Schritt in der Logik ist äußerst klein vom Wertlosen zum Widerwärtigen, zum Schändlichen.

Man hatte so deutliche Beweise, wo das Subjektive geschadet hatte, indem es das Wirkliche fälschte, zum Beispiel in religiösen Dogmen.

Der eigentliche Schaden hatte zwar strenggenommen in solchen Fällen immer in der blinden Tradition bestanden, in der Nachlässigkeit, die Subjektives für allgemeine Wahrheitswerte einfach leichtfertig hinnahm, und in der Autorität, die solche Verwirrungen heiligte und gewaltsam durchdrückte.