Georg Rothe zeigt auf Grund historischer und wissenschaftlicher Forschungen, daß das Phänomen der Wünschelrute nichts Übernatürliches an sich hat, sondern lediglich ein Stück Natur ist, dessen Gebiet infolge der ablehnenden Haltung der Schulwissenschaft noch nicht genügend erforscht ist. Gleichwie der Hypnotismus heute wissenschaftlich anerkannt und zu Heilzwecken verwendet wird, so sollte auch die Wünschelrute den Physikern, Physiologen und Psychologen als Untersuchungsobjekt geeignet erscheinen, um ihre sehr wesentlichen Erfolge zu erklären und weiter ausnutzen zu können. Rothe gibt die erste wissenschaftliche Erklärung.
Wilhelm Fließ, Vom Leben und vom Tod. Biologische Vorträge. br. M. 2.–, geb. M. 3.–
Hans Schlieper, Der Rhythmus des Lebendigen. br. M. 2.50, geb. M. 3.50
Wilhelm Fließ hat auf rein wissenschaftlicher Grundlage zwei neue Naturgesetze entdeckt, nämlich das Gesetz der zweifachen Periodizität, sowie das der Doppelgeschlechtigkeit aller Menschen. Sie erklären überzeugend, woher z. B. das konstante Verhältnis der Überzahl männlicher Geburten kommt, sie weisen nach, warum Krankheitsbazillen plötzlich erlöschen, z. B. bei Pest und Cholera. Fast klingt es wie ein Märchen, die neue Entdeckung führt den Nachweis, daß die Geburten innerhalb einer Familie in engem Zusammenhange mit den Todestagen der Vorfahren stehen. Schlieper führt die Untersuchungen im Tierreich weiter.
Maurice Maeterlinck, Die Intelligenz der Blumen. 3. Taus. br. M. 4.50, geb. M. 5.50
Über Land und Meer: Der tief in die Geheimnisse der Natur eingeweihte Dichter legt uns hier mit ebensoviel Liebe und Innigkeit wie Geist und scharfer Beobachtungsgabe an einer Reihe der merkwürdigsten, erst in unserer Zeit recht gewürdigten Tatsachen dar, welch ungeheures Maß von Klugheit, Erfindungsgabe, List, Mut und andern seelischen Eigenschaften in der ganzen Pflanzenwelt fortwährend gegen die zahlreichen feindlichen Mächte aufgeboten und betätigt wird, um die Erhaltung der einzelnen Arten durchzusetzen. Er zeigt uns, daß jede Blume »ihre Idee, ihr System, ihre erworbene Erfahrung« hat und daß sie zuweilen irre geht in ihren Bestrebungen, genau wie der menschliche Geist.
Maurice Maeterlinck, Das Leben der Bienen. 13. Tausend. br. M. 4.50, geb. M. 5.50
Gedruckt in der Spamerschen Buchdruckerei in Leipzig