Drum auf! Es ertönen
Trompeten voll Mut!
In Vaterlandessöhnen
Wallt treues Heldenblut!
Die Welt mag zerreißen
Die Schwüre wie Spreu;
Ich weiß ein Wort wie Eisen,
Es heißt: Soldatentreu'.
Soldatenliebe.
Steh' ich in finstrer Mitternacht
So einsam auf der fernen Wacht,
So denk' ich an mein fernes Lieb,
Ob mir's auch treu und hold verblieb?
Als ich zur Fahne fort gemüßt,
Hat sie so herzlich mich geküßt,
Mit Bändern meinen Hut geschmückt
Und weinend mich ans Herz gedrückt!
Sie liebt mich noch, sie ist mir gut,
Drum bin ich froh und wohlgemut!
Mein Herz schlägt warm in kalter Nacht,
Wenn es ans treue Lieb gedacht.
Jetzt bei der Lampe mildem Schein
Gehst du wohl in dein Kämmerlein
Und schickst dein Nachtgebet zum Herrn
Auch für den Liebsten in der Fern'!
Doch wenn du traurig bist und weinst,
Mich von Gefahr umrungen meinst! –
Sei ruhig, bin in Gottes Hut,
Er liebt ein treu Soldatenblut.