»Mein Herr, Sie sind der Chevalier de Planto?« fuhr jener fort.
Die grauen Augen fingen an zu glänzen, er warf stechende Blicke auf den Direktor und den Referendär, schüttelte mit höhnischer Miene den Kopf und antwortete: »Der Chevalier ist längst tot.«
»So? Wer sind denn Sie? Antworten Sie; ich frage im Namen des Königs.«
Der Kranke lachte: »Ich nenne mich Lorier; Bête, gib dem Herrn meine Pässe!«
»Ist nicht nötig; kennen Sie dies Tuch, mein Herr?«
»Was werde ich es nicht kennen, Sie haben es da von meinem Stuhl weggenommen; wozu diese Fragen, wozu diese Szenen? Sie genieren mich, mein Herr!«
»Belieben Sie auf Ihre linke Hand zu schauen,« sagte der Direktor; »dort halten Sie ja Ihr Tuch; dieses hier fand sich im Hause einer gewissen Giuseppa Bianetti.«
Der Kranke warf einen wütenden Blick auf die Männer; er ballte seine Faust und knirschte mit den Zähnen; er schwieg hartnäckig, obgleich der Direktor seine Fragen wiederholte. Dieser gab jetzt dem Doktor einen Wink; er ging hinaus und erschien bald darauf mit der Sängerin, dem Kapellmeister Boloni und dem …schen Gesandten in dem Zimmer.
»Herr Baron von Martinow,« wandte sich der Direktor zu diesem, »erkennen Sie diesen Mann für denselben, den Sie in Paris als Chevalier de Planto kannten?«