Behnke fühlte unwillkürlich an seine Krawatte, ob's auch die neue weiße sei, und ob er auch den Hemdenknopf richtig verdeckt habe.
Hornbach hatte das Zeichen gegeben.
Die Musiker spielten die erste Nummer etwas zurückhaltend. Man merkte, sie wollten sich nicht ausgeben. Schumann fand immer Beifall.
Nun aber bei Hornbachs Symphonie! Es war schon gleich eine Wärme in ihnen, als sie nur die Notenblätter in die Hand nahmen.
Sie sahen nach Hornbach. Der schien ganz ruhig. Er strich nur ein paarmal über seinen Schnurrbart. Ob das nervös war?
Behnke zitterte wie Espenlaub. Es hatte ihn plötzlich eine Angst überlaufen. Wenn er sich verpassen würde! Fehlgreifen? Nein, bei Gott, das war ausgeschlossen. Wenn er nur auch im Tempo nichts verfehlen würde! Um Gottes willen keine Saite reißen würde! Er sah sie sich noch einmal an. Alles in Ordnung.
Aber er litt jetzt doch sehr. Wenn nur Hornbach anfangen wollte!
Jetzt klopfte er.
Und wie gestern, wärmer noch, voller, reicher. Bis ins einzelne klappte es, bis aufs Tremolo der Pauke. Haarscharf. Hornbach hatte sein Orchester ganz in der Gewalt.
Man hörte ordentlich das Feuer der Musiker heraus.