Nun schwoll der glanzvolle Jubel des neuerwachten Lebens zu höchster Höhe. Der große Triller ... der Nachschlag ...

Nun strich Behnke sein Solo.

Er schloß die Augen. Warm und wärmer Ton um Ton. — Süß schmeichelte die Melodie. Wie aus einer Jungfrau Kehle — wie aus silberner Quelle.

Die Geigen malten die zitternde Glut ... in goldigen Tönen sang das Cello ...

Und voll setzte das Orchester ein und schwelgte in Tönen des Glückes und Genusses.

Da brach der Beifall los — im Parkett, droben auf der Galerie, in den Logen, und raste durchs Theater. Der Fürst klatschte Beifall.

Blumen und Kränze flogen nach dem Dirigenten hin. Der Fürst sandte einen großen Lorbeerkranz. Behnke zitterte. Er wollte danach greifen. Da hing ihn der Direktor über Hornbachs Pult.

Behnke wartete noch auf etwas. Er hatte sich schon ein paarmal verneigt, kaum merklich, als könne er so den Beifall auf sich ziehen. Er war in äußerster Erregung. Da kam ein Kranz geflogen, gerade zu Behnkes Füßen. Schnell stand er auf. —

»Hornbach!« rief's in demselben Augenblick.

Da knickte Behnke zusammen. Es ging ihm ein Schnitt durchs Herz, es glühte ihm ins Gehirn ...