Einen Augenblick lang, und die Sense rauschte wieder durch die Halme. Und immer so.

Schritt um Schritt ging der Kaspar vor. Selten ruhte er. Nur manchmal wetzte er die Sense, oder er wischte sich den Schweiß aus dem Gesicht. Es war nämlich schon gehörig warm geworden. Aber es gab noch kein Ruhen; dafür war das Stück, das sie gearbeitet hatten, noch nicht groß genug. An ihrer Arbeit lasen sie die Zeit ab.

Endlich hielt der Kaspar einmal länger an. Er sah sich um und schätzte ab, was sie hinter sich hatten, um dann kurz zu sagen: »Lene, wollen Frühstück machen!«

Der Kaspar ging ein paar Schritte in den Kleeacker hinein und holte Frühstück und Weinkrug. Dann setzten sich die beiden nebeneinander in die Furche, und der Kaspar schnitt das Brot vor und teilte den Käse aus. Sie aßen tüchtig.

Nach einer Weile entkorkte der Kaspar den Krug und hielt ihn der Lene hin. »Da trink, Lene!«

Die Lene setzte ihn an die Lippen und sog tief. Dann reichte sie den Krug zurück.

Und der Kaspar setzte ihn an. Ihm war's, als fühle er noch eine Wärme am Munde des Kruges. Und er behielt ihn lang an den Lippen. Auch noch, als er schon getrunken hatte.

Sie aßen weiter.

Der Kaspar war dicht an die Lene herangerückt. Ihre nackten Arme berührten sich.

Der Kaspar sah die Brüste der Lene, die nur von dem groben weißen Leinenhemde lose bedeckt, sich sanft mit dem Atem bewegten.