Es verließ ihn nicht. Lene, Lene. — Und ihr ganzes Bild ... Vor ihm, um ihn, überall ... Und Lene, Lene — aus dem Rauschen der Halm, dem Klingen der Sense.

Und jetzt hörte er auch die Vögel singen, was er vorher gar nicht bemerkt hatte. Und Lene, Lene, sang's, und Lene, Lene — auf sie bezog er alles. Für sie arbeitete er nur. Er wollte ihr seine Kraft zeigen. Sie sollte noch keinen so gesehen haben. — Und sie hatte auch noch keinen so gesehen!

Oder wen denn? Im ganzen Dorf war keiner so. Wie er, wie er — und kräftiger warf er die Sense aus, weiter führte er den Bogen.

Die Lene kam ihm kaum nach. Ja, sogar die kräftige Lene nicht. Sie schnaufte ordentlich, das freute ihn.

Die Lene aber sah zu ihm und wußte nicht, was sie davon halten sollte. Sie mußte ihn nur bewundern. Solche Kraft hatte doch keiner mehr. Wie der Kaspar! der Kaspar! Sie bekam einen großen Respekt vor seiner Kraft. Und sie mußte immer wieder zu ihm hinsehen.

Einmal konnte sie sich nicht mehr halten. »Kaspar, so geht's nicht mehr. Langsam, ich komm' nicht mit.«

Da stellte der Kaspar die Sense auf und lachte sie an. Das war ein Triumph! Und er lachte erst kichernd mit blinkenden Zähnen, dann packte ihn mächtig die Freude über seinen Erfolg, und er lachte unbändig, daß die Lene ganz rot wurde.

So gefiel sie ihm noch viel besser, er wußte selbst nicht warum.

Und von neuem ging's an die Arbeit. Und wieder wie vorher die Lene, immer die Lene, die Lene. —

Es kam ihm jetzt auf einmal wie ein Ärger darüber. Er wollte sich's aus dem Kopfe schlagen. Aber 's ging nicht.