Der Kaspar hörte auch endlich mit seiner wilden Mäherei auf und sagte wieder kurz: »Lene, wollen Mittag machen.« Aber es war etwas Unsicheres in seiner Stimme; er keuchte es mehr als er's sagte.

Die Lene wurde ganz verwirrt davon.

Die beiden setzten sich jetzt wieder in die Furche, ihre Mittagsmahlzeit zu halten, diesmal aber war's ein gut Stück weiter im Feld drin.

Wieder berührten sich die nackten Arme. Eines fühlte die Wärme vom andern. Und beide rückten sie dicht zueinander, unwillkürlich mehr. In beiden war etwas, was sie zueinander drängte.

Der Kaspar ließ die Lene wieder zuerst aus dem Weinkrug trinken und warf ihr einen eigentümlichen, verschlingenden Blick zu, als er ihr den Krug abnahm. Und nun schoß es ihm wie Feuer durchs Blut und stieg ihm glühend zu Kopfe, da er wieder die Wärme von ihren Lippen spürte. Er schmeckte den Wein nicht, er berauschte sich nur an dieser milden Wärme, die sich ihm so zart wie Flaum auf den Mund legte.

Er zitterte vor Erregung.

Sie waren fertig und saßen noch eine Weile beieinander.

»Kaspar!« sagte die Lene, denn ihr war's, als müsse sie etwas sagen.

»Was?« fragte er. Aber die Lene wußte nichts weiter zu sagen.

Eine Weile saßen sie wieder stumm. Dem Kaspar war's als fühle er einen leisen, ganz leisen Druck am Arme.