»Radikalkur!« sagte der Alte. »Ich bedank mich aber schön.«

Aber der Jerrisepp war jetzt im Zug.

»Ihr seid alt und habt genug geschafft Euer Lebtag, Ihr könnt jetzt ausruhen. Was ich vom Werk brauchen kann, das nehmen wir heraus, und ich bezahl's Euch so gut, als es zu bezahlen ist. Ihr zieht herüber zu mir, ich setz noch einen Kniestock auf mein' Mühl' — und, die Eve wird mein' Frau, und der eine Betrieb nährt uns besser, als die zwei, wo Ihr nix habt, und ich am End' auch nur Euer Feindschaft. Es will alles beraten und bedacht sein im Leben, und ein fetter Ochs ist allemal noch besser als zwei magere Küh', das mein' ich.«

Der Jerrisepp war während dieser Rede doch erregt geworden. Es war ja auch nicht leicht gewesen, das mit der Eve, und er hatte seine Kappe rasch in den Händen gedreht, wie's heraus mußte.

Der alte Müller hatte heftig getrommelt und den Takt getreten, die Müllerin machte noch große Augen und schien gar nicht zu sich zu kommen. So halb etwas Glänzendes war nämlich in ihren Augen.

»Das wär' schon ein Plan,« stammelte sie.

Aber der alte Müller guckte sie streng an, daß sie sich ganz zusammennahm und ihre weitere Rede für sich behielt.

Es blieb still zwischen den dreien.

»Ihr müßt mir doch sagen Nachbar,« unterbrach der Jerrisepp das Schweigen, »daß ich's gut mit Euch mein'.«

Das löste die Spannung beim alten Wiesenmüller.