»Jawohl, Eure Durchlaucht, ein Mensch Namens Kellermann.«

»Aus Heidelberg?«

»Aus Heidelberg, Eure Durchlaucht.«

»Es ist gut. Führen Sie, bitte, den Mann zu mir. Nach der Tafel.«

Ruhig, mit seinem steinernen Gesicht, ohne eine Spur von Hast, beendete der Fürst die Mahlzeit, aber ein Sturm von Erinnerungen war in ihm erwacht. Kellermann! Heidelberg! Einer von damals! Endlich einer von damals! Wenn auch nur Kellermann! Der armselige Kellermann.

Kalt und gleichgültig verabschiedete er sich von seinen Kavalieren, dann ging er hinüber in sein Arbeitszimmer und öffnete den Schreibtisch. Da lag das dreifarbige Band, die Mütze, die Blumen …

Die Lakaien im Vorzimmer schauten einander an und schüttelten die Köpfe. Sie schauten einander wieder an und schüttelten die Köpfe. Seit zwei Stunden war das fremde Subjekt drinnen bei Seiner Durchlaucht und kam nicht wieder.

Hätten sie hineinschauen können und sehen, wie der alte Mensch in seinem schäbigen Frack in Durchlauchts Ledersessel saß, während der Fürst dem Alten die Hand auf die Schulter gelegt hatte, sich dicht zu ihm beugte und mit zuckenden Lippen zu lächeln versuchte!

»Dieser Kellermann! Er will Kellermeister werden! Er hat nicht vergessen, was ich ihm damals versprochen habe. Er kommt extra von Heidelberg und bringt Frack und Cylinder mit. Laß dich ansehen, Kellermann. Wie er ausschaut!«

Er lachte, zum erstenmal seit Jahren.