»Hast du mich erkannt?«
»Ja, Kellermann, bravo! Du bleibst, du wirst mein Kellermeister, selbstverständlich. Aber du hast Hunger und vor allem Durst, du kommst von der Reise, wann bist du angekommen?« Er drückte auf die Klingel: »Bringen Sie Wein und etwas für den Herrn da zu essen. Ja, hierher. Ohne alle Umstände.«
Er ging zweimal auf und ab, dann blieb er wieder stehen:
»Sieh mich mal an, Kellermann. Kennst du mich noch? Hast du mich erkannt?«
»O freilich.«
»Wirklich? Hast du?« Er lachte nicht mehr. Er legte einen Moment beide Hände flach an die Schläfen und starrte vor sich nieder. Es sind zwei Jahre her, da ändert man sich, in zwei Jahren geschieht vieles.
Müde schaute er nach einer Weile auf, Kellermann hatte etwas bedrückt und verschüchtert eine Frage gethan.
»Deine Frau mitbringen? Ja natürlich. Aber meine Wäsche, Kellermann, kann sie nicht mehr besorgen wie in Heidelberg. Oder dachtest du?« Er lächelte wieder, und Herr Kellermann lächelte gleichfalls.
»Nun erzähle, Kellermann, das ist die Hauptsache. Von Heidelberg. Von allen.«