Der Lakai brachte Wein und Speisen, die Herr Kellermann ohne viel Ziererei entgegennahm, dann, nach einer langen Pause, mußte dieser von neuem berichten. Wo der Regierungsrat begraben sei, und ob Kellermann das Grab gesehen habe. Wer jetzt in Frau Dörffels Zimmern wohne, – ging man noch alle Vormittag zum Frühschoppen aufs Schloß? – fuhr man wie damals alle Montag nach Neckarsteinach? – war Herr Roux noch Fechtlehrer? – und wie war es mit den Mensuren? – paukten die Corps in Heidelberg oder auf den Dörfern? – und dann:
»Was macht Fräulein Käthie?«
»Käthie?«
»Die in Rüders Gasthaus?« Er stockte mit der Stimme und wurde blutrot bei der Frage. Aber Herr Kellermann merkte nichts von der Befangenheit, und gleichmütig gab er Bescheid.
»Ja, die. Ja, die ist auch noch da.«
»Bei Rüder?«
»Ja bei Rüder.«
»Und – und – geht es ihr gut?«
»Ganz gut.«
»Sie ist immer noch da? Ganz wie früher? Wenn man hinkommt zu Rüders, dann – dann findet man sie noch?«