»Mein Gott! Mein Gott!«

Er war wie außer sich.

Und Totenstille.

Draußen im Park rauschte der Nachtwind leise in den Bäumen, aber das Schloß schlief. Karlburg schlief, die Stadt, das Land, hier schlief alles.

Mitternacht. – Da saßen sie in Heidelberg in Rüders Garten bei Lampions, sangen, tranken, lachten und sahen nach der Uhr und sagten: »Es ist erst Mitternacht.«

Und da kam Käthie durch den Garten mit ihrer weißen Schürze und gähnte etwas und rieb mit den kleinen Fäusten die Augen, – daß alle lachten, und Karl Heinrich ihr das Glas entgegenhielt: »Trink, Käthie, werde wieder munter!« – –

»Prost, Karl Heinz! Sollst leben!«

Wer rief das?! Er fuhr auf und starrte vom Fenster her in das halbdunkle Zimmer. Wer hatte das gerufen?! Da aus dem Zimmer her?!

Das war des Doktors Stimme! »Prost, Karl Heinz, sollst leben!«

Ein leises Zittern ging über den Fürsten. Er trat zurück in das Zimmer, schraubte die Lampe höher und trank das große Weinglas in einem Zuge leer.