»Wer reit’t mit zwanzig Knappen ein

Zu Heidelberg im Hirschen? …«

Mit halblauter Stimme sagte er das Lied her, bis er es leise zu singen begann, dann immer lauter.

»Hollaheh! den Hahn ins Faß! schenkt ein! –«

Weit vor ihm lag die sonnige Ebene des Main. Wie heißt es im Liede?: »… Ich seh’ die Lande um den Main zu meinen Füßen liegen –«

So schön, so schön!

Er war noch so jung, der Karl Heinz. Er war zweiundzwanzig Jahre alt. Die ganze Welt hätte ihm offen stehen müssen, und daheim hatten sie ihm Licht und Luft vermauert …

*

Auf dem Bahnhofe zu Frankfurt zuckte es ihm einen Augenblick in den Füßen. Dicht vor ihm lag der Wartesaal, in den die Menschen hineindrängten. Weshalb ging er nicht mit in dem Strom? Wie an jenem ersten Reisetage, als er mit dem Doktor dort hineinspazierte und die ersten Atemzüge der neuen Freiheit that? Niemand kannte ihn, vielleicht die paar Schaffner und Lutz ausgenommen, also weshalb nicht?

»Zwanzig Minuten Aufenthalt!« schrieen die Kondukteure, und alle Reisenden eilten in die Säle. Nur einige ältere Damen blieben ängstlich in den Coupés.