Ein Herr in Frack und Escarpins stieß die Flügelthüren auseinander und trat in feierlicher Haltung zur Seite. Einige Sekunden sah man in das nebenan liegende, mit schweren Seidenvorhängen drapierte Zimmer – dann kamen Schritte über den weichen Teppich, in der weit geöffneten Thür stand der Fürst.

Er trug den schwarzen Gesellschaftsanzug. Das Gesicht war blaß, nur auf der linken Backe glühten brennendrot zwei Hiebnarben. Er hatte die rechte Hand leicht erhoben, als wollte er sie irgend einem entgegenstrecken, dem ersten, den er wiedererkennen würde …

Aber in dem Zimmer vor ihm nur ein tiefes Verneigen.

Herr Bilz trat vor:

»Eure Durchlaucht –«

Sein Blick begegnete dem des einstigen Freundes, der ihn anstarrte, als ob er sagen wollte: »Kommst du denn nicht?! Giebst du mir denn nicht die Hand? Karl Bilz?!« …

Und Herr Bilz kam aus dem Konzept:

»Eure Durchlaucht geben – haben – geben uns die Ehre – wir alle dankbar – eine Ehre, die jeder von uns – jeder zu würdigen weiß, – und deshalb – wir heißen Eure Durchlaucht in aller Ehrfurcht in Heidelberg herzlich und ehrerbietig willkommen.«

In der weit geöffneten Thür stand der Fürst.