Der Fürst trat einen Schritt vor und nickte kurz. Das Gesicht war kalt und apathisch geworden.

»Wollen Sie, bitte, Herr Bilz, mir Ihre Herren Corpsbrüder vorstellen.«

Herr Bilz gehorchte. Er verwechselte alle Namen, aber das that nichts zur Sache.

Und der Fürst sprach mit jedem:

»Wieviel Semester studieren Sie?« – »Wie gefällt Ihnen Heidelberg?« – »Sie sind Jurist?« – »Wo wohnen Ihre Eltern?« – »Werden Sie längere Zeit hier bleiben?« und so weiter.

Als die Cour beendet war, wandte er sich wieder zu Herrn Bilz:

»Wollen, bitte, Sie und Ihre Herren Corpsbrüder heute hier im Hotel meine Gäste sein. Ich reise noch heute abend, ich bitte also etwa um drei.«

Er nickte kurz, neigte sich gegen die übrigen mit einer fast unmerklichen Bewegung des Kopfes und ging. Der Herr im Frack und Escarpins schloß die Flügelthüren, – die Audienz war beendet.

Vor dem Hotel standen sehr feierlich zehn Wagen, in denen man gekommen war, und in denen man vornehm wieder heimfuhr. Der Stolz lag auf allen jungen Gesichtern, und ganz Heidelberg, Studenten und Philister, blickte ihnen nach. Der Fürst hatte sie in feierlicher Audienz empfangen, sie waren wirklich zu beneiden.

Karl Heinrich stand in der Mitte seines Zimmers und stützte sich auf die Lehne des Stuhls. Der lächerliche Traum zweier Tage war zu Ende …