Ihre kleinen Erinnerungen tauschten sie aus, »Weißt du noch das …?« – »Denkst du noch daran, als …?« – lauter belanglose Ereignisse, die aber in dieser einen letzten Stunde wie ferne Wunder erschienen aus einer Märchenwelt.
»Weißt du noch den Tag, Karl Heinz, als du fortgingst?«
»Ja.«
»Und sagtest: ›Ich komme wieder!‹ Nun bist du wiedergekommen.«
Er hielt sie auf seinem Schoß und wiegte sie leise, traumverloren. Das einzige, was er in Heidelberg wiedergefunden hatte, das einzige aus der Jugendzeit.
»Käthie?«
»Was?«
»Wir behalten uns. Ich vergesse dich nie und du mich nicht. Wir sehen uns nicht wieder, aber wir vergessen uns nicht. Ich vergesse dich nie, Käthie, nie, nie, nie!«
Die Musik drüben war längst verstummt, sie hatten nicht darauf geachtet.
Der Garten war leer, die Studenten fort, die beiden hatten es nicht bemerkt. Man hatte Karl Heinrich mit gutem Takt den Abschied gespart.