Als dann das Schloß auf dem Berge zu leuchten begann …
Als dann das alte Schloß in seiner Nachteinsamkeit drüben auf dem Berge zu leuchten begann, Fenster um Fenster der alten Ruine im roten Feuer erglänzte und Karl Heinrich entzückt in dem schwankenden Kahn sich erhob, wandte Herr Kellermann keinen Blick zur Seite. Was gingen ihn Schloß und Feuerwerk an. Er hatte das in dreißig Jahren Dutzende von Malen gesehen, er hatte mehr zu thun, als auf solche Faxen zu achten.
Langsam verglimmten drüben die Flammen, nur wenige Fenster des weiten Schlosses leuchteten noch, bis ihr Feuer und ihr letzter Wiederschein im Neckar erloschen.
Der Kahn glitt in Nacht und Totenstille, Karl Heinrich und Käthie saßen eng aneinander geschmiegt, stumm, nur Herrn Kellermanns Murmeln und die leisen Ruderschläge unterbrachen das Schweigen.
So fuhren sie lange stromauf, bis Käthie unruhig wurde.
»Wir müssen heim.«
Und wirklich, es war Mitternacht vorbei.
»Kellermann, wir müssen umdrehen; lassen Sie den Kahn treiben.«
»Hm!«